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Wirtschaftsmediator (m/w)

Nächster Start
21.06.2012 (Stuttgart)
10.05.2012 (Leipzig)

Zielgruppe (m/w)
Neben Rechtsanwälten und anderen Freiberuflern richtet sich die Ausbildung an Führungskräfte, Justiziare, Personalverantwortliche, Betriebs- und Personalräte, Psychologen, Projektleiter, Sozialpädagogen und Mitarbeiter aus Behörden. Die Ausbildung ist somit interdisziplinär. Austausch verschiedener Professionen ist eine wichtige Grundlage für unterschiedliche Blickweisen und die spätere Arbeit in dem Bereich Mediation und Konfliktmanagement.

Ihr Nutzen
Die Weiterbildung vermittelt einerseits Verfahren, Methoden und Rollenverständnis der Mediation, um den Prozess sicher steuern zu können. Andererseits werden die speziellen Mediationsfelder der Wirtschaftsmediation erschlossen. Die Teilnehmer können damit Konflikte innerhalb von Organisationen und zwischen Unternehmen einer sachgerechten und verträglichen Lösung zuführen. Sie qualifizieren sich auch für die Aufgabe, Konfliktmanagementsysteme in Unternehmen aufzubauen. Darüber hinaus erwerben die Teilnehmer fundierte Konfliktlösungs-kompetenzen und stärken ihre persönliche Konfliktfähigkeit.

Die Methode
Die Ausbildung basiert auf zwei Säulen: Theoretisches Lernen und Wissens-
vermittlung einerseits sowie selbstreflexives Lernen und Üben andererseits.
Ziel ist es, den Transfer des Erlernten in die eigene berufliche Praxis zu
gewährleisten. Die Trainer sind interdisziplinär und verfügen über umfassende,
praktische Mediationserfahrungen.

Zertifizierung
Die Teilnehmer/innen erhalten nach bestandener Abschlussprüfung ein Zertifikat der staatlich anerkannten Steinbeis Hochschule Berlin, Akademie für Soziales und Recht, zertifiziert durch den DFfM e.V., den Dachverband für Mediation in Deutschland.

Voraussetzungen für die Teilnahme
Erfolgreiche Mediatoren verfügen über Reflexionsvermögen, kommunikative Fähigkeiten und Offenheit anderen Menschen gegenüber. Dies sind auch die Kriterien, die Teilnehmer für die Ausbildung mitbringen sollten. Darüber hinaus sollte die Bereitschaft bestehen, sich in der Gruppe, durch praktische Übungen und Rollenspiele mit dem Thema auseinanderzusetzen. Vorkenntnisse aus der Mediation sind nicht erforderlich.

Zugangsvoraussetzungen für den Erwerb eines Hochschulzertifikates
- abgeschlossenes Hochschulstudium; oder
- abgeschlossene Berufsausbildung und einschlägige Berufserfahrung von mind. 3 Jahren
(Bei Abweichungen ist eine Einzelfallprüfung notwendig.)


Ausbildungsort: Steinbeiszentrum Stuttgart

Modul 1: Do, 21.06. – Sa, 23.06.2012
Modul 2: Mi, 18.07. – Fr, 20.07.2012
Modul 3: Mi, 26.09. – Fr, 28.09.2012
Modul 4: Do, 08.11. – Sa, 10.11.2012
Modul 5: Do, 13.12. – Sa, 15.12.2012
Modul 6: Do, 17.01. – Sa, 19.01.2013

Modulzeiten: 1.Tag 13:00-19:00 Uhr, 2. Tag 09:00-18:00 Uhr, 3. Tag 09:00-16:00 Uhr

Ausbildung Stuttgart: 3.500,00 € zzgl. 19% USt. (665,00 €) = 4.165,00 €
Prüfungsgebühr/Hochschulzertifikat: 450,00 € zzgl. 19% USt. (85,50 €) = 535,50 €

Alle Module sind gegen Aufpreis auch einzeln buchbar.  Die Prüfungsgebühr wird durch die Steinbeis Hochschule Berlin, Akademie für Soziales und Recht erhoben. Bewerbungsunterlagen (in PDF Form) Lebenslauf mit Foto, Zeugniskopie höchster Abschluss nach Möglichkeit in elektronischer Form an driske@steinbeis-leipzig.de.

Ausbildungsangebot zum Download: hier


Termine laufender Kurs WM-S8:

Modul 1: 17.-19.11.2011
Modul 2: 19.-21.01.2012
Modul 3: 21.-23.03.2012
Modul 4: 25.-27.04.2012
Modul 5: 23.-25.05.2012
Modul 6: 05.-07.07.2012


Termine laufender Kurs WM-S7-A:

Modul 1: 19.-21.05.2011
Modul 2: 14.-16.07.2011
Modul 3: 28.-30.09.2011
Modul 4: 10.-12.11.2011
Modul 5: 12.-14.01.2012
Modul 6: 01.-03.03.2012

Termine laufender Kurs WM-S7-B:

Modul 1: 14.-16.07.2011
Modul 2: 28.-30.09.2011
Modul 3: 10.-12.11.2011
Modul 4: 12.-14.01.2012
Modul 5: 08.-10.02.2012
Modul 6: 14.-16.03.2012



Ausbildungsort: Steinbeiszentrum Leipzig


Modul 1: 10.05.-12.05.2012 (Do-Sa)
Modul 2: 28.06.-30.06.2012 (Do-Sa)
Modul 3: 06.09.-08.09.2012 (Do-Sa)
Modul 4: 11.10.-13.10.2012 (Do-Sa)
Modul 5: 29.11.-01.12.2012 (Do-Sa)
Modul 6: 10.01.-12.01.2013 (Do-Sa)

Modulzeiten: 1.Tag 13:00-19:00 Uhr, 2. Tag 09:00-18:00 Uhr, 3. Tag 09:00-16:00 Uhr

Gesamtausbildung: 3.000,00 € zzgl. 19% USt. (570,00 €) = 3.570,00 €
Prüfungsgebühr/Hochschulzertifikat: 450,00 € zzgl. 19% USt. (85,50 €) = 535,50 €

Alle Module sind gegen Aufpreis auch einzeln buchbar.  Die Prüfungsgebühr wird durch die Steinbeis Hochschule Berlin, Akademie für Soziales und Recht erhoben. Bewerbungsunterlagen (in PDF Form) Lebenslauf mit Foto, Zeugniskopie höchster Abschluss nach Möglichkeit in elektronischer Form an driske@steinbeis-leipzig.de.

Ausbildungsangebot zum Download: hier

Termine laufender Kurs - WM-L7:
Modul 1: 12.10.-14.10.2011 (Mi-Fr)
Modul 2: 30.11.-02.12.2011 (Mi-Fr)
Modul 3: 26.01.-28.01.2012 (Do-Sa)
Modul 4: 07.03.-09.03.2012 (Mi-Fr)
Modul 5: 18.04.-20.04.2012 (Mi-Fr)
Modul 6: 31.05.-02.06.2012 (Do-Sa)

Termine laufender Kurs - WM-L6
:
Modul 1: 12.05.-14.05.2011
Modul 2: 30.06.-02.07.2011
Modul 3: 25.08.-27.08.2011
Modul 4: 22.09.-24.09.2011
Modul 5: 03.11.-05.11.2011
Modul 6: 07.12.-09.12.2011 (Mi-Fr)



Ablauf/Curriculum

Modul 1: Grundlagen der Mediation

Ziel des Einführungsseminars ist es, einen ersten groben Überblick über die Mediation, deren Vorgehensweise, Grundprinzipien und Anwendungsbereiche zu geben. Die aktive Einbeziehung und Selbsterfahrung der Teilnehmer soll die wesentlichen Unterschiede zu anderen Konfliktlösungsmethoden wie Schlichtung, Schiedsverfahren oder gerichtliches Verfahren aufzeigen und erfahrbar machen.

Thema
Inhalt und Methode
Grundzüge, Definition, Prinzipien und Idee der Mediation
Grundzüge und Idee der Mediation
Grundprinzipien der Mediation
„Erlernbarkeit“ von Mediation
Geschichte der Mediation
Geschichte, historische Wurzeln und Entwicklung der Mediation
Selbsterfahrung von Mediation
Selbstreflexion im Rollenspiel
Unterschiede zu anderen Verfahren
Erarbeitung der wesentlichen Unterschiede zu anderen Konfliktlösungsmethoden wie Gerichts-, Schlichtungs- und Schiedsverfahren, Abgrenzung zu Therapie und Beratung
Haltung des Mediators (Grundzüge)
Mediation als Haltung – Aufgaben und Rollen des Mediators
Phasen der Mediation
Grober Überblick über Phasen der Mediation
Kriterien
Erarbeitung der Vor- und Nachteile der einzelnen Konfliktbearbeitungsmethoden anhand der Mediationsgrundsätze
Umsetzung und Rolle des Rechts
Umsetzung, Abschluss
Rolle und Mediieren des Rechts

 


Modul 2: Rolle und Haltung

Mediation lebt in erster Linie von der Haltung und der Persönlichkeit des Mediators. Diese sichern die notwendige Unabhängigkeit, Allparteilichkeit und Akzeptanz bei den beteiligten Parteien. Das zweite Modul bildet daher einen wesentlichen Schwerpunkt und Kern der Ausbildung. Ziel ist es, die Teilnehmer für ihr eigenes Verhalten zu sensibilisieren und dessen Auswirkung auf die Medianten zu erkennen. Darüber hinaus sollen die Teilnehmer in die Lage versetzt werden, Vertrauen aufzubauen um damit als unabhängiger, allparteilicher Vermittler anerkannt zu werden.  

Thema
Inhalt und Methode
Konflikte
Typologie von Konflikten
Verschiedene Konflikttiefen und ihre Bearbeitungsmöglichkeiten
Konfliktanalyse
Konflikteskalation, Dynamik und Stufen
Funktionen von Konflikten (innerhalb der Konfliktparteien und innerhalb der Gesellschaft)
Systemisches Arbeiten
Der Systemische Ansatz – Modell und Umsetzung in der Mediation
Mediationsmodelle
Vorstellung und Erarbeitung der unterschiedlichen Ansätze und Modelle sowie des Harvard-Konzepts
Selbstbehauptung
Selbstbehauptung, Wechselbezüglichkeit und Gemeinsamkeiten in der Mediation
Ressourcen
Ressourcen in Konflikten erkennen und im Mediationsprozess nutzen
Wahrnehmung
Wahrnehmung und Perspektive
Neutralität und Allparteilichkeit
Erfahrung, Reflexion und Umgang mit der Neutralität und Allparteilichkeit


Modul 3: Fragen statt Ratschläge geben

Ziel dieses Moduls ist das Erlernen und Beherrschen von Fragetechniken – dem zentralen „ Handwerkszeug“ des Mediators. Schwerpunkt ist die Entwicklung einer methodisch fundierten Vorgehensweise, die ein situativ angemessenes Fragen ermöglicht.
 
Thema
Inhalt und Methode
Grundlagen mediativen Fragens
Einführung in die Technik des Fragens
Fragemodell
Wirklichkeits- und Möglichkeitskonstruktionen
Selbstbehauptung und Wechselbezüglichkeit
Hypothesen
Arbeiten mit ressourcenorientiereten Hypothesen in der Mediation
Fragematrix
Das „Neun-Felder-Modell“ in der Mediation
Zirkuläres Fragen
Arbeiten an Beziehungs- und Konfliktmustern in der Mediation


Modul 4: Mediation im innerbetrieblichen Bereich

Ziel dieses Moduls ist die sichere Beherrschung von innerbetrieblichen Mediationen. Schwerpunkt sind die sogenannten geschickten Fälle. Nimmt der Initiator der Mediation nicht selbst an der Mediation teil, ist die Rollenklärung des Initiators im Mediationsprozess ein zentrales Thema in der Vorlaufphase. Gerade im innerbetrieblichen Bereich stehen damit zentrale Grundprinzipien der Mediation wie Vertraulichkeit, Neutralität und Allparteilichkeit, Eigenverantwortung und Freiwilligkeit in Frage. Zentrale Bedeutung kommt in diesen Fällen auch der Einbindung von Führungskräften und dem hierarchieübergreifenden Arbeiten zu.
 
Thema
Inhalt und Methode
Pre-Mediation
Vorbereitung innerbetrieblicher Mediationen
Einbindung von Mitarbeitern
Schaffung einer Arbeitsgrundlage für den Mediationsprozess
Geschickte Fälle
Auftragsklärung mit dem Initiator (z. B. Vorgesetzter)
Klärung der Rahmenbedingungen, insb. Ergebnisoffenheit,
Freiwilligkeit und Vertraulichkeit
Delegierte im Mediationsprozess

Umgang mit Vertretern in der Mediation
Einbindung der „Vertretenen“, z. B. von Mitarbeitern in der jeweiligen Abteilung sowie möglicher weiterer Interessensgruppen

Mehrparteienmediation

Umgang mit großen Gruppen in der Mediation (z. B. bei Teamkonflikten)

Ergebnissicherung

Sicherung von juristisch nicht vollstreckbaren Ergebnissen (z. B. Umsetzung einer Vereinbarung zur Kommunikation im Unternehmen)

Visualisierung- und Kreativitätstechniken

Grundlagen der Visualisierung (Methoden und Techniken)
Grundlagen der kreativen Lösungsfindung


Modul 5: Kurzmediation

Inhalt von Modul 5 ist die Kurzmediation, d.h. die Mediation in zeitlich eingegrenzten Fällen oder bei kurzfristig erforderlichen Lösungen. Für den Mediator heißt dies, ein effizientes Zeitmanagement umzusetzen, ohne oberflächlich zu arbeiten. Gerade in der Praxis ist die Kurzmediation zunehmend gefragt. 
 
Thema
Inhalt und Methode
Vorlaufphase
Vorlaufphase in der Mediation – Auftragsklärung, Vorgespräche, Ergebnisoffenheit
Phasen der Mediation
Phasenmodell der Mediation und dessen Grenzen in der Kurzmediation
Einzelgespräche
Sinn und Zweck von Einzelgesprächen
Gefahren und Risiken von Einzelgesprächen
Verfahrensmanagement
Verfahrensplanung
Zeitmanagement
Zeit und Raum in der Mediation
Transformation
Umsetzung und transformatorisches Arbeiten in der Kurzmediation


Modul 6: Praxis

Inhalte dieses Moduls sind vor allem praktische Fragen des Berufsrechts, des Marketings sowie der Supervision. Die Teilnehmer sollen befähigt werden, rechtliche Fragen, z.B. des Wettbewerbs- oder Rechtsberatungsgesetzes, für sich selbst beantworten zu können. Im Bereich Marketing spielt Aufklärungs- und Netzwerkarbeit sowie die Kooperation mit anderen Berufsgruppen eine herausragende Rolle. Darüber hinaus sollen die Teilnehmer für den „Spagat“ zwischen Akquisition und notwendiger Unabhängigkeit des Mediators sensibilisiert werden. Qualitätskontrolle und ständige Weiterentwicklung sind in der Mediation unerlässlich. Die Teilnehmer sollen daher bereits an dieser Stelle auf die Notwendigkeit von Super- bzw. Intervision hingewiesen und vorbereitet werden. Ziel der Einheit sind die Vorbereitung auf die Schwerpunktmodule sowie die Supervision der Ausbildung.
 
Thema
Inhalt und Methode
Mediationsvertrag
Vorbereitung und Mediationsvertrag
Erarbeitung eines Mediationsvertrags
Abschluss
Vereinbarung und Umsetzung
Erarbeitung einer Abschlussvereinbarung
Vertraulichkeit
Geheimhaltung und Vertraulichkeit
Rechtliche Grenzen
Kosten
Kostenvereinbarungen, Kostenkalkulation
Marketing und Akquisition
Der „Spagat” im Marketing der Mediation
Möglichkeiten und Grenzen des Marketings
Wettbewerbsrechtliche Fragen
Erarbeitung eines individuellen Marketingkonzeptes
Berufsrecht
Berufsrechtliche Fragen
Rechtsberatungsgesetz
Abgrenzung zur erlaubnispflichtigen Therapie
Haftung


Prüfung

Am Ende der Ausbildung steht die Präsentation einer schriftlichen Hausarbeit (Umfang max. 12 Seiten). In einem Prüfungsgespräch stellen die Teilnehmer ihre Hausarbeit vor. Im Anschluss an die Präsentation folgt ein Prüfungsgespräch über die präsentierte Arbeit sowie über allgemeine Grundlagen der Mediation. Die Prüfungen finden in der Regel in Vierergruppen statt. Die Prüfung erfolgt gemäß der Prüfungsordnung der staatlich anerkannten Steinbeis Hochschule Berlin und schließt im Erfolgsfall mit der Erteilung eines Hochschulzertifikats ab.


Trainer

Dr. Gernot Barth, RA Bernhard Böhm


Kontakt:
Frau Norma Driske
Tel. (0341) 225 13 18 oder E-Mail: driske@steinbeis-leipzig.de


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